Dossier

Dem welschen Rap auf der Spur

Panorama

Im französischsprachigen Teil der Schweiz existiert eine reiche und lebendige Rap-Kultur. Ein Überblick von der Vergangenheit bis heute.

Sophia Bischoff - 2019-03-29
Dem welschen Rap auf der Spur -

War er einst ausschliesslich den Eingeweihten und Liebhaber*innen der Hip-Hop-Kultur vorbehalten, so kennt der Rap heute keine Grenzen mehr und gilt als musikalisches Erfolgsmodell – ein Blick auf die internationalen Streaming-Charts genügt, um dies eindrucksvoll zu bestätigen. Der rhythmische Sprechgesang entwickelt sich nicht nur in seinem angestammten Bereich weiter, sondern wird auch von Vertreter*innen anderer aktueller Musikrichtungen auf- und übernommen. Der Rap ist ein wichtiger Teil der Mainstream-Kultur geworden.

Seit ihrem Entstehen in den New Yorker Stadtteilen Bronx und Queens zu Beginn der Siebzigerjahre haben die Hip-Hop-Kultur und die ihr zugehörigen Kunstformen ihr Territorium kontinuierlich erweitert und sich in aller Welt etabliert – eine globale Bewegung, die auch in der französischsprachigen Schweiz ihren Niederschlag gefunden hat. 

Dieses Dossier gibt einen Überblick über den Rap der Romandie, von seinen Anfängen über aktuelle Protagonist*innen, wie Rootwords, KT Gorique, Danitsa oder das Label Colors Records (SuperWak Clique), bis zu seinen Versuchen, international Fuss zu fassen. Im Lauf der Jahre haben die welschen, mehrheitlich auf Französisch rappenden Vertreter*innen des Genres immer auch begehrlich über die Grenzen hinausgeschielt. Ihr Blick ging und geht dabei insbesondere in Richtung Frankreich, wie zu einem grossen Bruder, der schon erreicht hat, wovon man selbst träumt, und der mit jedem Schritt auch die eigenen Hoffnungen nährt.

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